Einführung des SchokoTickets in Kleve: Nur bei Einhaltung der Frist kann Chipkarte den Empfänger rechtzeitig erreichen

Moers, 15.08.2011 - Aufgrund eines aktuellen Leserbriefes möchte die NIAG die Eltern der Schüler und Schülerinnen an Schulen der Stadt Kleve noch auf einige Fakten hinweisen. „Die im Anschreiben an die Eltern angegebene Frist für die Abgabe des SchokoTicket-Antrages soll gewährleisten, dass die Chipkarten pünktlich vor Schuljahresbeginn die Empfänger erreichen", erläutert Josef Kannenberg, der bei der NIAG für den Bereich ÖPNV verantwortlich ist.

„Unser Abo-Team ist natürlich bemüht, auch jetzt noch eingehende Anträge schnellstmöglich zu bearbeiten", so Kannenberg. „Garantieren können wir den Versand vor Schuljahresbeginn jedoch für verspätete Anträge nicht." Mit dem Beschluss der Stadt Kleve zur Einführung des SchokoTickets sind die bisherigen Schülerjahreskarten nicht mehr nutzbar. Jeder Schüler, der für den Schulweg freifahrtberechtigt ist, muss ein SchokoTicket mit einem Eigenanteil für den Freizeitnutzen erwerben. „Schon nach wenigen kurzen Fahrten oder mehreren Ausflügen am Wochenende oder in den Ferien liegt der ansonsten fällige Fahrpreis über dem Monatspreis des SchokoTickets", weist Kannenberg auf einen Vorteil des Tickets hin. Schüler erlangen mit dem SchokoTicket ein Plus an Mobilität und Eltern werden entlastet, da Fahrten in der Freizeit auch alleine bewältigt werden können. „Die Erfahrungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der auch ländlich strukturierte Gebiete umfasst, und an unserem Pilotstandort Moers sind positiv", unterstreicht Kannenberg. „Wir wollen offene Punkte und eventuelle Missverständnisse gerne mit den Eltern klären und werden kurz nach den Ferien mit Vertretern der Stadt ein Gespräch anbieten", betont Kannenberg. Aktuelle Fragen der Eltern rund um´s SchokoTicket beantwortet das NIAG-Abo-Team unter 0 800 205 11 22 (Anruf kostenlos aus dem deutschen Festnetz).

Zum Hintergrund der Einführung des SchokoTickets:

Die politischen Gremien der Kreise Wesel und Kleve haben die Harmonisierung der Tarife der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) ab 1. Januar 2012 beschlossen. Ab Februar 2012 wird spätestens auch das SchokoTicket als integraler Bestandteil des VRR-Tarifs für alle Schülerinnen und Schüler am gesamten Niederrhein eingeführt. Das SchokoTicket bietet preiswerte Mobilität für alle Fahrten zur Schule und in der Freizeit. Es funktioniert nach dem Solidarprinzip: Damit alle Schüler/-innen in den Genuss eines attraktiven Fahrausweises für den Nahverkehr kommen können, zahlen beim SchokoTicket auch die Schüler/-innen mit Anspruch auf Fahrtkosten-Erstattung für den Schulweg einen Beitrag zur Finanzierung (aktuell 11,60 Euro für das erste Kind einer Familie, 6,00 Euro für das zweite Kind einer Familie, jedes weitere Kind ist frei). Für diesen Beitrag erhalten SchokoTicket-Inhaber/-innen einen Zusatznutzen für den Nachmittag, an den Wochenenden und in den Ferien. Das SchokoTicket ist ein personenbezogenes Jahresabo nach dem Flat-Rate-Prinzip (vergleichbar Handy-Flat-Rate). Es gilt an allen Tagen rund um die Uhr im gesamten vom Kunden gewählten Tarifraum. Im erweiterten VRR-Raum werden künftig zwei Regionen angeboten: „Nord" entspricht den Kreisen Wesel und Kleve sowie den im Süden angrenzenden Städten Duisburg, Krefeld und Oberhausen. Die Region „Süd" entspricht dem jetzigen Verkehrsgebiet des VRR sowie den südlichen Kommunen der Kreise Wesel und Kleve. Die sogenannten Selbstzahler ohne Anspruch auf Fahrtkostenerstattung erhalten mit dem SchokoTicket ein deutlich preiswerteres Ticket als nach den bisherigen Tarifregelungen der VGN. Auch sie profitieren von allen Nutzungs-möglichkeiten in der Freizeit in Bussen, Bahnen und Nahverkehrszügen (2. Klasse). Das SchokoTicket gibt es bereits seit 2001 im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als preislich attraktives Ticket für alle Schüler/-innen, egal ob ohne oder mit Anspruch auf Fahrtkostenerstattung durch den jeweiligen Träger der Schule.