Datenschutz
Impressum
Nachricht vom: 06.02.2012

ENNI und NIAG holen die Sonne ins Netz:

Kooperation bringt Vorteile für die Umwelt

Wenn Hans-Joachim Berg an seinem Schreibtisch sitzt und aus dem Fenster seines Büros sieht, blickt er genau auf das Herzstück des Unternehmens: In den Bushallen an der Rheinberger Straße stehen nachts die 82 Linienbusse der NIAG (Niederrheinische Verkehrsbetriebe) und warten gewaschen und betankt auf ihren Einsatz. Tagsüber stand das Depot bislang dagegen ungenutzt. Und damit ist nun Schluss: Ab sofort blickt der Vorstand der NIAG auf eine neue Fotovoltaikanlage der ENNI Energie & Umwelt (ENNI), die Berg und ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer gestern gemeinsam eingeweiht haben. Selbst die eisige Kälte konnte die Beiden nicht davon abhalten, mit dem Steiger in luftige Höhe aufzusteigen und die Anlage, die die Sonnenenergie einfängt und CO2-freie Kilowattstunden Strom produziert, symbolisch in Betrieb zu nehmen. Mit einem Ertrag von rund 311.000 Kilowattstunden pro Jahr ist sie nicht nur die zweitgrößte der ENNI, sondern „das sichtbare Zeichen unserer stets guten Zusammenarbeit mit der ENNI“, wie Berg sagt. Auch für Stefan Krämer ist die NIAG ein Wunschpartner: „Wir suchen die Nähe zu Wirtschaftsunternehmen in der Region, um solche Leuchtturmprojekte gemeinsam umzusetzen. Auch diese Anlage ist schließlich in doppelter Hinsicht eine Investition in die Zukunft: Sie arbeitet wirtschaftlich und ist ein Beitrag zur Energiewende.“

Die Idee zu der Anlage entstand im Rahmen eines anderen grünen Projekts: NIAG und ENNI sowie zehn weitere Unternehmen aus dem Kreis Wesel beteiligen sich am „Ökoprofit“-Projekt des Kreises Wesel. Das Ziel: Alle Unternehmen suchen betriebsintern nach Möglichkeiten, um Energie und damit Geld einzusparen. Ökologie und Ökonomie profitieren gleichermaßen. Krämer: „Seit einem halben Jahr stellen wir viele Unternehmensbereiche auf den Prüfstand, um Verbesserungspotenziale auszumachen. Schließlich wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen.“

Parallel dazu setzt die ENNI in ihrer Erzeugungsstrategie natürlich weiter auf regenerative Projekte. Für ihre nunmehr 14. Fotovoltaikanlage hat das Unternehmen die 7400 Quadratmeter große Dachfläche von der NIAG gepachtet. Auf knapp 3000 Quadratmetern Gesamtfläche hat sie 1401 Photovoltaik-Module mit einem Neigungswinkel von durchschnittlich 15 Grad aufgeständert. Die Anlage hat 19 Wechselrichter und kann in der Spitze 358 Kilowatt produzieren. Aufs Jahr gesehen kommen so 311.000 Kilowattstunden zusammen. „Das entspricht etwa dem jährlichen Energiebedarf von 90 Vier-Personen-Haushalten“, erklärt Uwe Bruckschen, Leiter der Unternehmensentwicklung bei der ENNI Energie & Umwelt, zuständig für Erneuerbare Energien. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und erhöht somit das Ökostrom-Volumen der ENNI.

Auch die CO2-Bilanz kann sich sehen lassen: Durch die NIAG-Anlage bleiben der Umwelt jährlich rund 220 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases erspart. Und das ist ganz im Sinne der NIAG, des größten Anbieters im Öffentlichen Nahverkehr am Unteren Niederrhein. „Wir betreiben eine sehr umweltfreundliche Busflotte, die dank modernster Technik die anspruchsvollen europäischen Abgasstandards einhält und damit den Schadstoffausstoß stark reduzieren kann“, sagt Andreas Meuskens, Betriebsleiter ÖPNV für die NIAG. Vorstand und Aufsichtsrat der NIAG waren von der Idee, einen weiteren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, schnell überzeugt. „Wir sind eben nicht nur auf unserem Gebiet innovativ, sondern auch abseits unseres Tagesgeschäfts offen für Technologien, die dem Umwelt- und Klimaschutz dienen.“

Mosaikstein für Mosaikstein setzt sich damit auch das anvisierte Strom-Erzeugungsportfolio der ENNI zusammen. Das Ziel: Beim Strom will das Unternehmen im Mix aus regenerativen und fossilen Energieträgern eine der Hälfte des Strombedarfs im ENNI-Gebiet entsprechende Menge aus eigenen Quellen decken. Neben den insgesamt 14 Fotovoltaikanlagen sind  das Biomasse-Heizkraftwerk im Technologiepark Eurotec und das Biogas-Heizkraftwerk im schleswig-holsteinischen Henstedt Beispiele für weitere grüne Eckpfeiler der ENNI. Krämer: „Die Installation auf dem Dach der Firma NIAG ist die konsequente Fortsetzung unserer grüneren Produktionsausrichtung. Uns fehlt aktuell eigentlich nur noch ein Windrad, um auch unser regeneratives Erzeugungsportfolio abzurunden. Ich denke, dass wir hier im Kohlenhuck auf einem guten Weg sind.“