Datenschutz
Impressum
Nachricht vom: 11.09.2014

Deutschlandtag des Nahverkehrs in Berlin

NIAG fuhr mit MidiBus aus Kleve vor dem Reichstag vor

v.l.n.r.: Oliver Wolff, Hautpgeschäftsführer Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV), der Klever Busfahrer Rolf Sievernich, NIAG-Pressesprecherin Beate Kronen und VDV-Präsident Jürgen Fenske

MOERS/BERLIN, 8. September 2014. Über 600 Kilometer liegen zwischen dem Betriebshof Kleve der NIAG und dem Reichstagsgebäude in Berlin. Der Klever Busfahrer Rolf Sievernich nahm die Strecke gerne auf sich, um für die Zukunft des Nahverkehrs zu demonstrieren. Er ist einer von rund 60 Fahrern aus ganz Deutschland, die ihr Unternehmen beim Deutschlandtag des Nahverkerhs in Berlin vertreten haben und mit der Busdemo auf die unzureichende Finanzierung der Branche aufmerksam gemacht haben. Aus Nordrhein-Westfalen waren elf Verkehrsunternehmen dabei.

Die Verkehrsunternehmen haben mit ihrer Aktion die Übergabe einer Resolution des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Infrastrukturinitiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ unterstüzt, die sich an alle Parlamentarier richtet und eine auskömmliche Finanzierung und verlässliche Anschlussregelungen für die Finanzierung des deutschen Nahverkehrs fordert.

 „Es ist beachtlich und freut uns, dass so viele Unternehmen aus NRW unserem Aufruf zur Demo nach Berlin gefolgt sind“, so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Im Rahmen der Bus-Demonstration übergaben die Spitzen des VDV und der Infrastrukturinitiative eine Resolution an den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Johannes Singhammer sowie weitere Parlamentarier.

Anlass für den diesjährigen Deutschland-Tag des Nahverkehrs mit Bus-Demonstration und Resolutionsübergabe ist die seit Jahren unzureichende Finanzausstattung sowie das Auslaufen wesentlicher Finanzierungsgrundlagen im ÖPNV. Die Folgen sind auch für die Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen spürbar. Insbesondere bei den Straßen- und U-Bahnnetzen in den Ballungsräumen besteht erheblicher Investitionsbedarf. Nach 30 bis 40 Jahren intensiver Nutzung sind diese Systeme am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt und müssen saniert werden. Laut einem Gutachten des VDV NRW müssen Kommunen und Verkehrsunternehmen in NRW bis 2016 rund 1,1 Milliarden Euro in die Erneuerung der U- und Straßenbahnsysteme investieren.

Doch auch im ländlichen Raum und den Randlagen der Ballungsräume, ist der ÖPNV auf eine funktionierende  Infrastruktur angewiesen.  Als größter Dienstleister im Öffentlichen Personennahverkehr am Unteren Niederrhein und insgesamt rund 36 Mio. Fahrgästen jährlich ist die NIAG täglich auf einem Liniennetz von mehr als 2.300 Kilometern unterwegs. Gerade im ländlichen Bereich sind die Verkehrsunternehmen, die wie die NIAG in den vergangenen Jahren durch Optimierung der internen Betriebsabläufe und alternativer Bedienformen mit Midibussen und/oder Taxibus-Systemen einen großen Beitrag zur Finanzierung eines bedarfsgerechten ÖPNV im ländlichen Bereich geleistet haben, auf den Fortbestand von Fördermitteln angewiesen.  Handlungsbedarf gibt es also reichlich. Grund genug für die NIAG, auch mit einen Bus beim Deutschland-Tag des Nahverkehrs in Berlin präsent zu sein. "Für uns war wichtig, in Berlin ein Zeichen für den Nahverkehr im ländlichen Raum zu setzen", betont NIAG-Pressesprecherin Beate Kronen. "Daher haben wir uns auch bewusst für einen MidiBus des Betriebshofes Kleve entschieden, mit dem wir bedarfsgerechte Verkehre für die Bürger im Kreis Kleve anbieten."

Weitere Infos und Impressionen zum Deutschlandtag des Nahverkehrs in Berlin finden Sie hier.