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15 neue NIAG-Busse setzen Maßstäbe in Sachen Umwelt: Durch zugetankten Harnstoff Emissionen sauberer als bei Euro 5 Norm

Moers, 12. September 2007 - Mit 15 neuen, komfortabel ausgestatteten Bussen hat die Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG jetzt ihre Busflotte verstärkt. Die 9 Gelenkbusse und 6 Standard-Linienbusse (davon 2 mit Ausstattung für Überlandfahrten) werden zunächst im Raum Duisburg, Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort eingesetzt. Die neuen Fahrzeuge setzen nicht nur Maßstäbe in Sachen Komfort, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung im durch Autoabgase stark belasteten innerstädtischen Bereich.

Harnstoff AdBlue sorgt für saubere Luft

AdBlue heißt der Harnstoff, mit dem die NIAG-Busse, zusätzlich betankt werden, um so den Kohlenmonoxid-Ausstoß noch weiter zu veringern. Die Feinstaubpartikel werden zusätzlich mit SCR-Katalysatoren (SCR = Selective Catalyst Reduction) bis zu 90 Prozent reduziert.

Damit erreichen die neuen NIAG-Busse bereits jetzt die Emissionswerte der freiwilligen EEV-Norm (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle), die den Werten der erst ab dem Jahr 2015 für Neufahrzeuge geltenden Euro 6 Norm entspricht.

Emissionen sauberer als Umgebungsluft

„Momentan gilt noch die Euro 4 Norm - für neue Fahrzeuge wird erst im Jahr 2008 die Euro 5 Norm gültig", erläutert NIAG-Vorstandsmitglied Otfried Kinzel. „Im Prinzip ist die Luft, die aus dem Auspuff unserer Neufahrzeuge rauskommt jetzt sauberer als die Umgebungsluft", unterstreicht Kinzel den deutlichen Effekt für die Umwelt. „Wir setzen bereits seit Jahren bei unseren Fahrzeugen auf den neuesten Stand der Umwelttechnik", betont er. So rüstete die NIAG im Jahr 2005 als eines der ersten Verkehrsunternehmen deutschlandweit, die Neufahrzeuge mit Feinstaub-Partikel-Filtern mit moderner Sinter-Metall-Technik aus. „Dabei können unsere Fahrgäste ohnehin eine gute Umweltbilanz aufweisen: Denn in einem Standard-Linienbus, in dem alle 37 Sitzplätze belegt sind, liegt der Kraftstoff-Verbrauch pro Person und 100 km nur bei 1,03 Litern und damit auch der Abgasausstoß pro Person deutlich niedriger als wenn ein PKW allein genutzt wird", macht Kinzel deutlich.

Komfortable Ausstattung für mehr Fahrgastkomfort

Um den Einstieg in die Busse für alle Fahrgäste einfach zu machen, sind alle neuen Fahrzeuge mit Niederflurtechnik und einer einfach zu bedienenden mechanischen Klapprampe ausgestattet. Neben einer akustischen Haltestellen-Ansage wird auch in diesen Fahrzeugen der Fahrtverlauf auf Flachbildschirmen angezeigt. „Wir haben diese Ausstattung seit dem vergangenen Jahr bei allen Neu-Fahrzeugen", so Kinzel. Neben der Haltestellenanzeige können auf den Bildschirmen im Wechsel Werbung und Veranstaltungshinweise geschaltet werden. Im Straßenbild sind die neuen NIAG-Busse für die Fahrgäste leicht zu erkennen: Die Schrift der Zielanzeige ist deutlich größer als bisher und damit auch für im Sehvermögen eingeschränkte Personen noch schneller und besser lesbar.

Testlauf mit Biodiesel

Mit den neuen Fahrzeugen wird ab 1. Oktober 2007 zusätzlich ein Testlauf mit Biodiesel gestartet. „Biodiesel hat natürlich deutliche Vorteile im Sinne einer nachhaltigen Ressourcenverwendung, doch müssen wir vor einem generellen Einsatz wirtschaftliche Aspekte wie einen eventuell erhöhten Wartungsaufwand abwägen", erläutert Vorstandsmitglied Gregor Gasthaus. Zwei Gelenkbusse und zwei Standardwagen, wurden für den Testlauf ausgewählt. Diese werden mit FAME (Fettsäuremethylester nach DIN EN 14214) betankt. FAME ist ein Gemisch aus Fettmethylester und Rapsbiodiesel. Laut Untersuchungsergebnissen der Uni Rostock sinken beim Betanken mit FAME die Partikel-Emissionen um ca. 20 Prozent, die Kohlenmonoxid-Emissionen um ca. 30 Prozent und der Treibhauseffekt um ca. 85 Prozent gegenüber Mineralöldiesel. Im NIAG-Praxistest werden die Werte der Testfahrzeuge kontinuierlich mit in der Fahrleistung vergleichbaren Bussen verglichen, die weiter mit Mineralöldiesel betankt werden. „Danach können wir anhand der Erfahrungen sehen, wie die Busse mit Biodiesel gegenüber den herkömmlich betankten in der Wartung und im Kraftstoffverbrauch abweichen", beschreibt Gasthaus das Ziel des Projektes. „Wir hoffen natürlich, dass sich der Einsatz des erneuerbaren Energieträgers Biodiesel auch wirtschaftlich für uns vertreten lässt", so das Vorstandsmitglied.

Zahlen und Fakten:

  • Insgesamt verfügt die NIAG über 130 eigene Busse, die auf die Betriebshöfe Moers, Wesel und Kleve verteilt sind,
  • mit der Inbetriebnahme der Neufahrzeuge sind jetzt alle eigenen NIAG-Linienbusse mit Niederflurtechnik ausgestattet,
  • die Standard-Linienbusse verfügen über 39, die Gelenkbusse über 49 Sitzplätze,
  • die Standard-Linienbusse haben eine Motorleistung von 205 KW (279 PS), die Gelenkbusse können mit 220 KW (299 PS) aufwarten
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