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Elektronische Ticketkontrolle funktioniert nach dem Ampel-Prinzip: NIAG stattet insgesamt 260 Fahrzeuge mit der neuen Technik aus

Moers, 24. Februar 2011 - Bereits vier Busse der NIAG sind mit dem kleinen gelben Kasten direkt neben dem Fahrerplatz unterwegs: Das sogenannte Elektronische Einstiegs-Kontrollsystem (EKS) soll in den kommenden Monaten in insgesamt 260 Fahrzeuge, die für die NIAG im Einsatz sind, eingebaut werden. Mit den Geräten können VGN und VRR-Abo-Fahrausweise, die als elektronische Tickets auf Chipkarten ausgegeben werden, schnell auf ihre Gültigkeit geprüft werden. Zeit- und Barfahrausweise aus Papier werden auch weiterhin vom Fahrer auf ihre Gültigkeit überprüft. Das EKS-System hat sich in der sechswöchigen Testphase bewährt und die NIAG erhofft sich durch die neue Technik einen deutlichen Rückgang beim Missbrauch ungültiger Fahrausweise. Bis zum Sommer wird die NIAG insgesamt 260 Fahrzeuge, die für sie im Linienverkehr unterwegs sind, mit der neuen Technik ausstatten.

Zusätzliches Service-Personal hat die Testfahrzeuge in den vergangenen Wochen begleitet, damit die neue Einstiegskontrolle erläutert werden konnte. Das System funktioniert denkbar einfach nach dem Ampel-Prinzip: Der Fahrgast hält beim Einstieg seine Fahrkarte kurz vor das Gerät. Wenn das Ticket gültig ist, leuchtet die grüne Anzeige. Ist es ungültig erscheint ein rotes Licht und die Ansage „Halt" ertönt. Bei einem gelben Licht ist die Prüfung der Karte fehlerhaft. Hier bittet der Fahrer den Fahrgast, die Karte erneut vor das Gerät zu halten, um zu sehen, ob ein Bedienfehler der Grund war oder ob die Karte beschädigt ist. Angst vor einer Kontrolle muss kein Fahrgast haben, denn auch wenn seine Karte sich als ungültig herausstellen sollte, hat er noch die Wahl: Entweder er erwirbt beim Fahrer einen gültigen Fahrschein oder er verzichtet auf die Fahrt mit dem Bus.

Das Personal wurde darauf hingewiesen, dass Kontrollen mit dem Gerät nur durchgeführt werden sollen, wenn die Fahrzeit eingehalten werden kann. In einzelnen Fällen kam es in der Testphase leider dennoch zu leichten Verspätungen, wofür das Unternehmen um Verständnis bittet. Das EKS-System, das im gesamten VRR-Raum als Standard eingeführt wird, führt dazu, dass früher oder später jeder Zeitkarteninhaber einmal eine Kontrolle seiner Karte erlebt. Bisher war es nur durch die Kontroll-Teams der NIAG und ihre mobilen Lesegeräte möglich, die Gültigkeit von E-Tickets zu prüfen. Auch für die Fahrer ist das EKS-System auf Dauer eine deutliche Entlastung, da die oft schwierige Sichtkontrolle der Abo-Karten für sie entfällt.

Hier die Ergebnisse der ersten Wochen mit EKS-System:

  • 6150 E-Tickets wurden geprüft.
  • 106 gesperrte Fahrausweise wurden erkannt.
  • 200 Tickets waren räumlich ungültig.
  • 19 Fahrgäste mit einem 9Uhr-Ticket waren zu früh unterwegs.
  • 60 Chipkarten waren nicht lesbar und die Inhaber wurden gebeten, ihre Tickets vom ausstellenden Unternehmen überprüfen zu lassen.
  • Nur bei 2 % aller Prüfungen kam es zu Lesefehlern, wobei die Ursache entweder defekte Chipkarten oder falsche Handhabung waren.

Auch der Datenschutz ist beim EKS-System gesichert: Personenbezogene Daten des Inhabers werden bei der Prüfung nicht erfasst. Bei der elektronischen Ticketkontrolle wird nur geprüft, ob die Abo-Karte gültig ist oder nicht.