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Harmonisierung VRR-VGN jetzt endgültig auf den Weg gebracht: Nach Einigung über Tarifmodell können die Vorbereitungen für die Fahrgäste starten

Moers, 18. März 2011 - Nach dem gestrigen Beschluss des Verwaltungsrates der VRR AöR zum Tarifmodell für einen gemeinsamen Tarifraum der beiden Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr (VRR) und Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) können die Vorbereitungen in den Verkehrsunternehmen starten. Ab 1. Januar 2012 sollen dann alle Fahrgäste am Niederrhein von dem neuen Gemeinschaftstarif profitieren können.

Die Variante, auf die Verkehrsunternehmen und politische Entscheidungsträger sich nun geeinigt haben, ist ein Kompromiss, der noch der Feinabstimmung bedarf. „Unter dem Strich wird es für die Fahrgäste, für die heute der NRW-Tarif gilt, günstiger - und das ist erfreulich", erläutert NIAG-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Berg.

Einen wichtigen Vorteil sieht die NIAG in der leichteren Verständlichkeit für die Kunden. Die oft nicht ganz einfach zu durchschauenden Tarifregelungen für den Übergang zwischen VRR und VGN entfallen künftig. „Dadurch wird der Tarif vor allem an der Grenze vom Niederrhein zum Ruhrgebiet für viele Menschen attraktiver und transparenter und es lassen sich hoffentlich noch mehr Bürger zu einem Umstieg in Bus und Bahn überzeugen", zeigt Berg die Chancen auf. Von den Mitgliedern des NIAG-Aufsichtsrates begrüßten auch der Vorsitzende Heinz-Dieter Bartels sowie der Landrat des Kreises Wesel, Dr. Ansgar Müller, dass ein weiterer Schritt in Richtung gemeinsamer Tarif zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet geschafft wurde.

Berg betont: „Es gibt für uns als Verkehrsunternehmen noch viel zu tun, um diesen großen Schritt für die Nahverkehrskunden am Niederrhein in der Praxis umzusetzen." Neben der Information der Bürger über den neuen Gemeinschaftstarif sind es vor allem rein praktische Dinge, mit denen die NIAG-Mitarbeiter in den kommenden neun Monaten neben dem Tagesgeschäft dafür sorgen werden, dass der Gemeinschaftstarif zum Jahreswechsel gut startet. So müssen zum Beispiel Fahrscheindrucker neu konfiguriert und die Informationen an mehreren tausend Haltestellen der NIAG auf den neuen Stand gebracht werden. „Auch wollen wir nach einem erfolgreichen Modellversuch zum VRR-SchokoTicket in Moers nun für die Vorteile dieses Tickets in allen Kommunen des VGN-Gebietes kräftig werben", kündigt Berg an.