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NIAG stellt Haltestellenschild als Zuflucht für Demenzkranke zur Verfügung: St. Nikolaus Seniorenbetreuung schafft damit Hilfe im Alltag für die Betroffenen

Moers/Kalkar, 12. Juli 2007 - Manch ein Besucher der St. Nikolaus Seniorenbetreuung in Kalkar mag sich wundern: Seit einigen Tagen steht auf dem Flur der Tagespflege ein Haltestellenschild der Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG, daneben eine Bank. Ein Bus wird dort natürlich nie halten. Was auf den ersten Blick unsinnig erscheint, ist inzwischen ein in anderen Einrichtungen bewährtes Mittel, um in ihrem Erinnerungs- und Orientierungsvermögen eingeschränkten Senioren durch einen festen Anlaufpunkt zu mehr Ruhe im Alltag zu verhelfen.

„Gerade unsere zehn von Demenz betroffenen Patienten sind im Verlauf des Tages extrem unruhig", erzählt Ute Kamphoven, die Leiterin der Tagespflege. „An der Haltestelle kommen sie zur Ruhe und es wird so eine Erinnerungsbrücke in den früheren Alltag der Senioren geschaffen", erläutert sie. Die Senioren der Tagespflege haben die Haltestelle bereits gut angenommen. Sie ist zu einem festen Orientierungspunkt geworden.

Aufmerksam auf diese Möglichkeit wurde Ute Kamphoven durch einen Artikel in einer Fachzeitschrift. Kurzerhand meldete sich der Leiter der St. Nikolaus Seniorenbetreuung, Gerd Fleskes, bei der NIAG und bat um die Spende eines Haltestellen-Mastes. Der zuständige Niederlassungsleiter, Josef Kannenberg, war von der Idee sofort begeistert. „Ich hatte bereits einen Fernsehbeitrag über ein solches Projekt gesehen", erzählt er. „Natürlich war die NIAG bereit, unbürokratisch zu helfen", betont er.