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Positive Reaktionen auf Aktionstag „Gegen Kürzungen bei Bahn und Bus“: NIAG-Mitarbeiter sammelten in Bussen und am Königlichen Hof Unterschriften

Moers, 10. Mai 2006 - Die Resonanz der Fahrgäste auf die Beteiligung der Niederrheinische Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft NIAG am heutigen NRW-Aktionstag „Gegen Kürzungen bei Bahn und Bus" war durchweg positiv. Sowohl in den Bussen der NIAG als auch am Königlichen Hof in Moers verteilten Mitarbeiter der NIAG Postkarten an die Fahrgäste, mit denen diese sich gegen zusätzliche Kürzungen bei Bahn und Bus aussprechen konnten.

Der Aktionstag ist eine Initiative des NRW-Aktionsbündnisses „Gegen Kürzungen bei Bahn und Bus", das Verkehrsunternehmen, Verbünde und Aufgabenträger ins Leben gerufen haben. Verkehrsunternehmen und Fahrgäste sitzen in einem Boot - so lautet die Botschaft. Hintergrund des Aktionstages sind die geplanten Kürzungen wichtiger Finanzierungsgelder für den öffentlichen Nahverkehr, der so genannten Regionalisierungsmittel. Die Bundesregierung will die Mittel um 3,3 Milliarden Euro bis 2010 streichen; zuletzt betrug ihre Höhe 7,1 Milliarden Euro im Jahr.

„Bis zum Mittag war der Rücklauf der Karten besonders in den Bussen, wo das Fahrpersonal sich an der Aktion beteiligte, sehr hoch", betont NIAG-Pressesprecherin Beate Kronen. Aber auch, wer seine Karte noch nicht abgegeben hat, kann dies noch bis morgen bei den Fahrern oder in den NIAG-KundenCentern tun. Zudem ist bis zum 15. Mai 2006 noch eine Teilnahme im Internet möglich: Unter www.gegen-kuerzungen-bei-bahn-und-bus.de finden Fahrgäste eine elektronische Postkarte, die per Mail an das Aktionsbündnis schicken können. Alle Postkarten werden am 16. Mai, vor den entscheidenden Beratungen über die Kürzungen im Bundestag, der Bundespolitik in Berlin übergeben - ein Signal dafür, dass die Interessen der Fahrgäste ernst genommen werden.

Zum Hintergrund: Kürzung der Regionalisierung gefährdet Bahn und Bus

  • Die Regionalisierungsmittel werden den Bundesländern vom Bund zur Verfügung gestellt, um insbesondere die Nahverkehrsleistungen auf der Schiene zu finanzieren, d.h. werden die Gelder gekürzt, können die Zweckverbänden, die den Nahverkehr auf der Schiene für das Land organisieren, weniger Zugleistungen bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen bestellen.

    Im Klartext: Züge müssen gestrichen werden. Angesichts der jetzt geplanten drastischen Streichungen geht der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) davon aus, dass damit jede 5. Bahnverbindung ersatzlos wegfallen würde.
  • Von den Streichungen betroffen wären aber auch die Bus- und Stadtbahnverbindungen. Denn das System Öffentlicher Personennahverkehr funktioniert nur als Ganzes: Kappt man einen Teil, verkümmert der Rest. So erfüllen viele Busse und Stadtbahnen eine wichtige Zubringerfunktion: Entfallen Nahverkehrszüge, werden im Endeffekt auch die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort weniger genutzt.
  • Im Übrigen werden die Regionalisierungsmittel auch zur Verbesserung der Infrastruktur im Bus- und Stadtbahnverkehr sowie zur Förderung von Fahrzeugen eingesetzt. Eine drastische Kürzung der Mittel wäre auch hier mit erheblichen Einbußen für den Fahrgast verbunden.