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Werbung in Bussen für Typisierungsaufruf
zugunsten leukämiekranker Andrea.B
NIAG-Busfahrer Jörg Bongartz spendete
selbst schon Stammzellen

Moers/Wesel, 11. November 2010 - Andrea B., Mutter zweier kleiner Kinder kämpft um ihr Leben. Ihre Hoffnung: Ein passender Spender von Stammzellen, mit deren Hilfe sie den Kampf gegen die aggressive Form der Leukämie gewinnen kann. Für die 33-Jährige scheint inzwischen ein Spender gefunden zu sein, doch erhält in Deutschland alle 45 Minuten ein Mensch die Diagnose Leukämie, darunter viele Kinder und Jugendliche.

NIAG-Busfahrer Jörg Bongartz weiß aus eigener Erfahrung, wie einfach jeder helfen kann. Er war der passende Spender für eine andere erkrankte Frau und spendete Stammzellen. „Die Typisierung ist heute sehr einfach: Ein Wangenabstrich genügt.", berichtet er. „Auch die Spende ist ohne Operation möglich, durch eine vierstündige Dialyse wird Stammzellen-Material aus dem Blut gewaschen." Der 47-Jährige würde es jederzeit wieder machen. „Schließlich kann ich dadurch ein Leben retten", unterstreicht er seine Motivation. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS sucht ständig aktiv nach Menschen, die sich als Spender registrieren lassen wollen, damit immer öfter der genetische Zwilling eines Erkrankten als dessen Lebensretter gefunden wird. Jörg Bongartz brachte der Zufall in die DKMS: Vor zwölf Jahren wurde für einen kleinen Jungen ein passender Spender gesucht. Bongartz fuhr einen Sonderbus aus Wesel zur Typisierungsaktion in Duisburg. „Dort erfuhr ich, worum es ging und dachte sofort: Jetzt bin ich schon da, jetzt mache ich auch mit."

Auch für die erkrankte 33-jährige Andrea B. wurde eine Typisierungsaktion auf die Beine gestellt: Am Samstag, 20. November 2010, können sich Menschen, die Leukämiekranken helfen wollen, von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Schule, Burgweg 15, in Issum-Sevelen typisieren lassen. Spender müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt sein und sich in gesundheitlich guter Verfassung befinden.

Die NIAG wird durch Plakate und Flyer in ihren Bussen für den Termin werben - auf Initiative ihres Mitarbeiters. Der Busfahrer will auch andere davon überzeugen sich als Spender registrieren zu lassen und macht bei den Kollegen und im Bekanntenkreis kräftig Werbung für die DKMS.