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Nachricht vom: 23.12.2019

NIAG plant für die Bustechnik der Zukunft

Moers, 20. Dezember 2019

Um den Weg in einen klimafreundlicheren ÖPNV am Niederrhein aufzuzeigen, hat die NIAG im Dezember eine Arbeitsgruppe mit internen und externen Experten gebildet. Dort werden jetzt die Optionen und Voraussetzungen ausgearbeitet, die für den mittel- und langfristigen Wechsel von Dieselmotoren auf klimafreundlichere Antriebstechniken der Busse notwendig wären. Das Team setzt hierbei auf die mehrmonatigen Vorarbeiten der Spezialisten des Verkehrsunternehmens und einer im Aufsichtsrat abgestimmten Strategie auf. 

„Die NIAG entwickelt ein ganzheitliches Konzept, das die Möglichkeit einer Umstellung der gesamten Flotte mit ca. 300 Bussen und allen Strecken mit ihren rund 12,5 Millionen Verkehrskilometern im Jahr umfasst. So wollen wir helfen, den Herausforderungen des Klimaschutzes auch in unserer Region zu begegnen. Zugleich wollen wir natürlich die ökologisch vorteilhafte Wirkung des öffentlichen Personennahverkehrs weiter stärken. Denn, wer Bus und Bahn statt Auto fährt, schont Klima und Umwelt“, verdeutlicht NIAG-Vorstand Peter Giesen den Arbeitsauftrag. 

Bis zum zweiten Quartal 2020 will die NIAG das Ergebnis der Arbeitsgruppe den für den Nahverkehr in der Region Verantwortlichen in Politik und Verwaltung vorlegen. Bestandteil wird auch eine Machbarkeitsstudie mit Zeithorizont und Finanzbedarf sein. Ob, wann und in welcher Form das detaillierte Konzept im Anschluss realisiert werden könne, hänge von den Entscheidungen der Kreise und Kommunen ab, betont Giesen. Die zwei Kreise und deren Kommunen legen im Nahverkehrsplan bzw. in den Beauftragungen der Verkehrsunternehmen die Anforderungen an die einzusetzende Fahrzeugflotte und deren Finanzierung fest. Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel und Mitglied des NIAG Aufsichtsrates, begrüßt das Vorgehen. "Im öffentlichen Nahverkehr steckt noch viel Potential für den Klimaschutz. Die nun eingerichtete Arbeitsgruppe hat eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe vor sich."

Die aktuell gültigen, langjährigen Beauftragungen und deren festgelegte Finanzierungen basieren auf dem Einsatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Schon für diese Antriebstechnik werden regelmäßig Busse mit der neuesten verfügbaren Antriebs- und Filtertechnik beschafft und so ältere Fahrzeuge ersetzt, erläutert der NIAG-Vorstand den laufenden technischen Wandel. 

Giesen erwartet, dass das zu erstellende Konzept einen Mix verschiedener Antriebstechniken für die Busse enthalten werde. Strom, Biogas und Wasserstoff seien derzeit viel beachtete Energieträger. Deren Einsatzmöglichkeiten müssten mit den räumlichen Bedingungen am flächenmäßig sehr großen unteren Niederrhein abgeglichen werden. Zu berücksichtigen seien beispielsweise sehr lange Fahrstrecken im Überlandverkehr oder die unbedingt notwendige Infrastruktur mit Tank- und Ladestellen. 

„Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Konzept den Kommunen eine realisierbare Möglichkeit aufzeigen, den ÖPNV realistisch als Vorreiter in Sachen umweltschonender Verkehr gestalten zu können.“ Im Fokus der Klimadebatte steht heute zum einen die technische Reduzierung von Emissionen, zum anderen deren Reduktion durch das Fördern von Nahmobilität und den Verzicht auf individuelle Fahrten mit dem Pkw. Damit kommt dem ÖPNV eine zentrale Rolle zu. 



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