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Nachricht vom: 27.02.2013

NIAG informiert BI Bahnlärm über konkrete Überlegungen für Baerler Straße, Siedlerweg und Viehtrieb

Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit Stadt und Bürgerinitiative Lösungsansätze erarbeitet

Nach der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Rheinberg am 5. Februar hat die NIAG bereits am 14. Februar 2013 den angekündigten Ortstermin an den Bahnübergängen realisiert. Auch hat das Unternehmen der Stadt Rheinberg die im Ausschuss zugesagte Kostenübernahme für ein Lärm- und Erschütterungsgutachten unter Beteiligung der Bürgerinitiative nochmals schriftlich zugesichert. Die Bürgerinitiative Bahnlärm in Rheinberg wurde jetzt über die Ergebnisse des Ortstermins informiert, bei dem die vier Bahnübergänge im Bereich Rheinberg-Vierbaum/Orsoyer Berg noch einmal gemeinsam mit externen Experten besichtigt wurden.

Teilnehmer des Ortstermins waren neben den NIAG-Vertretern zwei Mitarbeiter des Eisenbahnbundesamtes sowie ein Experte für Signalanlagen und Bahnsicherheitstechnik. Die Stadt Rheinberg war durch zwei Mitarbeiter vertreten. Aus diesem mehrstündigen Ortstermin konnten mögliche Szenarien erarbeitet werden, die mit den unterschiedlichen Betroffenen zeitnah geklärt werden. Folgende Möglichkeiten wurden dabei für die verschiedenen Bahnübergänge erarbeitet.

Bahnübergang Mühlenstraße/Baerler Straße: Hier forciert die NIAG nach den Gesprächen mit der Stadt Rheinberg und der Stadt Duisburg die Formalien weiter, so dass zeitnah ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet und die Finanzierung einschl. Förderung  beantragt werden kann. Sind diese Punkte geklärt, kann mit der geplanten Erneuerung begonnen werden.

Bahnübergang Siedlerweg: Nach der Ortsbesichtigung wurde eine Ampelregelung mit Rot/Gelblicht ohne Bahnschranke als beste Lösung angesehen. Das einmalige Hupsignal würde hier dann auch entfallen. Aufgrund der hohen Kosten ist es zwingend erforderlich, die Finanzierung zwischen der NIAG und den  Kostenträgern (Stadt Rheinberg und den die öffentlichen Mittel bewilligenden Stellen) zeitnah zu klären.

Bahnübergang Feldweg (Viehtrieb): Die NIAG kann hier einen sogenannten „Schlagbaum“ beidseitig installieren, der verschließbar wäre. Der ortsansässige Landwirt würde einen Schlüssel bekommen und müsste sich vor der Überfahrt bei der NIAG-Zugleitung telefonisch melden. Dieses müsste in einem separaten Vertrag eindeutig geregelt werden und bedingt natürlich das positive Mitwirken des Landwirtes. Auch hier müsste dann nicht mehr mit einem Hupsignal gewarnt werden.

Bahnübergang Lohmühler Weg: Hier wird die NIAG durch ein aktuell laufendes Gerichtsverfahren deutlich eingeschränkt. Ein Anwohner hat Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Kleve eingelegt, was bekanntlich im Januar zu Gunsten der NIAG gefällt wurde. Dies wird den Lösungsansatz zeitlich hemmen.

Bei drei von vier Bahnübergängen sind also Lösungen im Sinne der Bürgerinitiative möglich und die Gespräche mit den jeweiligen Entscheidern und Kostenträgern werden bzw. wurden geführt. Die NIAG bittet um Verständnis dafür, dass trotz aller Bemühungen aufgrund formalrechtlicher Schritte eine gewisse Zeit benötigt wird.

 „Wir bedauern, dass die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertretern der Bürgerinitiative  beim Lohmühler Weg für uns eingeschränkt wird“, betont NIAG-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Berg. „Wir würden den begonnen Weg mit der Bürgerinitiative und der Stadt Rheinberg auch hier gern fortsetzen, wenn das Gerichtsverfahren abgeschlossen ist“, erläutert Berg.