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Nachricht vom: 16.07.2015

Schwarzfahren kostet
ab 1. August auch im VRR 60 Euro

NIAG begrüßt Erhöhung
im Interesse aller ehrlichen Fahrgäste

Ab 1. August 2015 müssen Fahrgäste, die ohne gültigen Fahrausweis unterwegs sind, auch im Verkehrsgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) nun 60 statt wie bisher 40 Euro erhöhtes Beförderungsentgelt zahlen.

Die NIAG begrüßt die vom Bundesverkehrsministerium erlassene und vom Bundesrat bestätigte Verordnung, nach der erstmals seit 12 Jahren eine Erhöhung vorgesehen ist. „Seit der letzten Anpassung sind Preise, Löhne und Gehälter, aber auch die Tarife für die Personenbeförderung gestiegen“, hieß es in der Begründung des Verordnungsantrages für den Bundesrat.

Jeder Schwarzfahrer fügt nicht nur dem Verkehrsunternehmen, sondern jedem ehrlich zahlenden Kunden Schaden zu. Den deutschen ÖPNV-Unternehmen gehen nach Angaben des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) jährlich rund 250 Millionen Euro an Fahrgeldeinnahmen verloren. Verluste, die sich auch auf die Ticketpreise auswirken.

„Wir empfehlen, lieber stressfrei z.B. mit einem Abo-Ticket zu fahren, statt bei Fahrten ohne Ticket eine Strafe zu riskieren“, so NIAG-Pressesprecherin Beate Kronen. Ihre Rechnung „Einmal Schwarzfahren kostet 60 Euro – für 57,44 Euro monatlich gibt es schon ein Ticket1000-Abo in der Preisstufe A1.“

Nach wie vor gibt es für Kunden, die ihren persönlichen Zeitfahrausweis zuhause vergessen haben und kontrolliert werden, die Möglichkeit, dieses nachträglich vorzulegen. Dann entsteht auch weiterhin nur eine Bearbeitungsgebühr von 5 Euro.

Bei Fahrscheinmanipulationen oder dem Einsatz von Fälschungen gibt es jedoch kein Pardon. In solchen Fällen muss mit einer Strafanzeige gerechnet werden.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegt Deutschland mit 60 Euro noch im unteren Mittelfeld. So ist nach VDV-Angaben Belgien mit 200 Euro Spitzenreiter. Im Nachbarland Frankreich werden bis zu 180 Euro fällig.